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Bundesweite Mindestlohnkontrollen

von VDV Rheinland e.V. - A. Fumanti

Mit rund 6000 Fahndern will der Zoll ab heute - Dienstag, 11.9.2018 - in einer bundesweiten Aktion Mindestlohn-Betrügern auf die Spur kommen. Immer wieder stehen Branchen wie Bau-, Fleisch-, Reinigungs- und Gast- aber auch das Verkehrsgewerbe im (General-)Verdacht, dass einzelne Unternehmer den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde nicht zahlen. Zudem sollen die Kontrollen beim Aufdecken von Schwarzarbeit helfen. Die erstmals durchgeführte Aktion ist auf zwei Tage angesetzt und dauert bis zum Mittwoch. Damit soll bundesweit der Druck erhöht werden, um das Umgehen des Mindestlohns und illegale Beschäftigung zu unterbinden.

 

In NRW sind bis in die Abendstunden hinein zahlreiche Kontrollen insbesondere im Transportsektor geplant, wie Sprecher mehrerer Hauptzollämter berichteten. Schwerpunkt dabei seien unter anderem Lkw-Kontrollen und Überprüfungen von Speditionen. Die Aktionen sollen bereits am frühen Morgen begonnen haben.

 

Wie wir von einigen Mitgliedsunternehmen erfahren haben, sind die Autobahnen und Rastplätze in NRW wie leer gefegt. Auffällig ist, dass so gut wie keine ausländischen Fahrzeuge unterwegs sind, die hätten überprüft werden können. Bereits seit längerer Zeit weist der VDV Rheinland darauf hin, dass das deutsche Transportlogistikgewerbe durch zunehmende Dumpingkonkurrenz insbesondere aus dem osteuropäischen Ausland immer stärker unter Druck gerät. Gemessen an den in Deutschland gefahrenen Mautkilometern sinkt der Anteil deutscher Lkw seit Jahren kontinuierlich. Der VDV Rheinland sieht die Ursachen für diese Entwicklung u.a. im anhaltenden Lohn- und Sozialkostengefälle.

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