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Das „Common Office“ von FNTR, BGL und NLA in Brüssel fordert ein faires Marktverhalten und eine strenge Durchsetzung der Marktregeln durch die Kontrollbehörden

von VDV Rheinland e.V. - A. Fumanti

BGL (Deutschland), FNTR (Frankreich) und NLA (Nordische Länder) weisen auf die schwierige Situation auf dem Straßentransportmarkt im Zusammenhang mit der COVID­19­Krise hin:

Mit der Gesundheitskrise ist die wirtschaftliche Situation vieler Speditionen gefährdet. Straßenverkehrsunternehmen verzeichnen einen Produktivitätsrückgang aufgrund von Schwierigkeiten bei der logistischen Organisation, wie z.B. mehr Nachtarbeit und längere Abläufe beim Be­ und Entladen an den Rampen.

Gleichzeitig beobachten wir ein weitgehend entgegengesetztes Marktverhalten auf dem Straßengüterverkehrsmarkt. „Mit der schrittweisen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen und dem wirtschaftlichen Aufschwung brauchen wir einen gut funktionierenden Logistikmarkt mit wirtschaftlich gesunden Transportunternehmen“, sagt CEO Florence Berthelot (FNTR).

"Der heutige kurzfristige Nutzen für einige wird der langfristige Verlust von morgen für alle sein", unterstreicht Prof. Dr. Dirk Engelhardt (BGL­-Vorstandssprecher). „Wir werden jedes einzelne Transportunternehmen und seine Fahrer brauchen, insbesondere wenn sich die europäische Wirtschaft wieder erholt hat.“

Diese Krise und zukünftige Herausforderungen können nur gemeinsam erfolgreich gemeistert werden. Alle relevanten politischen und wirtschaftlichen Akteure unterstreichen die wesentliche Rolle der Straßenverkehrsbranche während der COVID­19­Krise und erkennen an, dass die Branche während der Krise ihre Dienstleistungen unter schwierigen Umständen aufrechterhalten hat. Die 3 Verbände und die ihnen angeschlossenen Mitglieder sind bereit, ihre Dienstleitungen während der Erholungsphase weiterhin zu garantieren. „Zu diesem Zweck fordern wir die Kontrollbehörden auf, die Einhaltung der Vorschriften in diesem Sektor sorgfältig zu überprüfen, um ein faires Marktverhalten aller Beteiligten in der Logistikkette sicherzustellen“, fordert CEO Erik Østergaard (NLA).

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