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Gemeinsame Mitgliederversammlung des VDV Rheinland und VVRP eingebettet in den 12. Deutschen Nahverkehrstag – Mittelstandsvertreter VDV Rheinland und VVRP erneut Mitausrichter des Kongresses

von VDV Rheinland e.V. - A. Sartor

Koblenz - Der Verband des Verkehrsgewerbes Rheinland e. V. (VDV Rheinland) und der Verband des Verkehrsgewerbes Rheinhessen-Pfalz e. V. (VVRP), die erneut als Mitausrichter dieser vom Land Rheinland-Pfalz ausgerichteten Großveranstaltung fungierten, durften vom 24. - 26. April 2018 in der Rhein-Mosel-Halle über 800 ÖPNV-Fachleute aus dem In- und Ausland zu einem der wichtigsten Kongresse der Branche in Deutschland begrüßen.

Die Vertreter des VDV Rheinland und VVRP konnten sogleich die für den privaten Mittelstand wichtigen Themenfelder besetzen und konkrete Impulse für eine anschließende Diskussion geben.

Eingebettet in diesen Kongress fand am 24. April 2018 die Mitgliederversammlung der beiden Omnibusfachverbände statt. Die Veranstaltung wurde im Rahmen der seit Jahren gepflegten Kooperation und sehr guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit auch in diesem Jahr wieder gemeinschaftlich ausgerichtet.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass auch in diesem Jahr namhafte Referenten unsere Veranstaltung bereichert haben“, so Uwe Bischoff, Leiter der Fachsparte Omnibusverkehr des VDV Rheinland e.V. So gab die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer e. V. (bdo), Frau RAin Christiane Leonard, den Mitgliedern sowie allen interessierten Unternehmerinnen und Unternehmern detaillierte Einblicke in die Verbandsarbeit in Berlin und Brüssel.

Herr Reiner Strauch, bdo-Referent für Marketing und Frau Kerstin Kube-Erkens von der Messe Berlin informierten über das im Jahr 2019 erneut stattfindende Megaevent „BUS2BUS“, welches als Kombination aus Fachmesse, Kongress und Future Forum sich 2017 als weltweit einzigartiger Treffpunkt für die Diskussion neuer Businessansätze und für neue, branchenübergreifende Partnerschaften im Omnibusgewerbe präsentierte.

Als weiterer Gast aus Berlin durften die beiden Verbände Herrn Maxim Nohroudi, Gründer und Geschäftsführer von Door2Door, einem, dem Gewerbe nicht unbekannten, innovativen Mobilitätsdienst mit Sitz in Berlin, begrüßen. Mit seinem eindringlichen Impulsvortrag wurden die Teilnehmer dafür sensibilisiert, wie schon jetzt Mobilität jenseits des gängigen Tagesgeschäfts in urbanen Räumen organisiert wird.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung: Herr Maxim Nohroudi diskutierte mit den Spitzen der Bundesverbände des Personenverkehrsgewerbes über die Mobilitätsformen der Zukunft. Was ursprünglich nicht so zu erwarten war - Frau Leonard und die Herren Michael Müller, Präsident und Thomas Grätz Geschäftsführer des Deutschen Taxi und Mietwagenverbandes hatten eine große Schnittmenge bei der Bewertung, wie zukünftig über Mobilität nachgedacht werden muss.

Die Spitzenvertreter kamen in der Diskussion darin überein, dass nur ein Zusammenspiel der Mobilitätsformen bewirkt, dass auch das klein- und mittelständische Personenverkehrs-gewerbe zukünftig auf dem Markt eine Chance hat. Dabei gab Herr Nohroudi zu verstehen, dass der Ansatz seiner Unternehmung – anders als das Beispiel UBER – keinen disruptiven Charakter habe. Vielmehr geht es in seinem Konzept um ein Angebot an die etablierte Verkehrsbranche, die Personenbeförderung digitaler und smarter zu machen. Dies nicht als eigenständiges Unternehmen sondern als Dienstleister.

Im Anschluss an die spannende Diskussion standen die Geschäftsführer der Landesverbände, RA Heiko Nagel und Guido Borning gemeinsam mit Frau Leonard den anwesenden Busunternehmerinnen und Busunternehmern Rede und Antwort. Im Mittelpunkt standen hierbei die Themen Sozialvorschriften und Fachkräfte- bzw. Fahrermangel.

Der parallel mit seinem Vortragsprogramm beginnende Deutsche Nahverkehrstag ging in die 12. Runde. Nationale und internationale Experten und Entscheider der ÖPNV-Branche trafen sich in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz, um sich über Zukunftsfragen des Nahverkehrs auszutauschen. Titel der diesjährigen Veranstaltung: Viele Teile und doch kein Ganzes?

Neben einer Vielzahl an fachkundigen Referenten fand zu Beginn des Kongresses eine mit Hochkarätern aus Politik und Verkehrswirtschaft besetzte Podiumsdiskussion statt. „Es hat uns geehrt und gleichermaßen gefreut, dass wir mit der Hauptgeschäftsführerin unseres Bundesverbandes bdo, Frau RAin Christiane Leonard, einen erstklassigen Verfechter der Interessen des mittelständischen privaten Omnibusgewerbes gewinnen konnten. Frau Leonard hat die, leider sehr einseitig auf den Schienenverkehr bezogene Diskussion mit Ihrer hervorragende Expertise um den Faktor Busverkehr bereichert“, so Uwe Bischoff.

Weitere „Highlights“ des Kongresses aus Sicht des Mittelstandes waren die vielen Referate und Diskussionen innerhalb des sogenannten „Mittelstandsforum“. So konnten die beiden Geschäftsführer der Verkehrsverbände, Herr Heiko Nagel und Herr Guido Borning, das zur Zeit sehr kontrovers diskutierte Thema der Nahverkehrsgesetznovellierung aus Sicht des mittelständischen Busgewerbes beleuchten und auf die Risiken einer unausgewogenen Konzeption hinweisen.

Ergänzt wurde der Kongress um eine begleitende Fachmesse mit rund 40 Ausstellern, die in diesem Rahmen ihre Produkte und Dienstleistungen auf über 1.000 qm Ausstellungsfläche präsentierten.

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