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Mangel an Fahrpersonal so groß wie nie – Unterstützung durch die Politik gefordert

von VDV Rheinland e.V. - A. Sartor

Mangel an Fahrpersonal so groß wie nie – Unterstützung durch die Politik gefordert

Tagung des Arbeitskreises Berufskraftfahrer des Verband des Verkehrsgewerbes Rheinland e.V. (VDV Rheinland)

Koblenz - Die dem VDV Rheinland angeschlossenen Mitgliedsunternehmen aus dem Omnibus- und Güterverkehrsgewerbe sind sich einig: Einen so eklatanten Mangel an Kraftfahrern gab es noch nie. Dies konstatieren die Teilnehmer des Arbeitskreises Berufskraftfahrer des VDV Rheinland e.V. am 14. Februar 2019 in Koblenz.

Allerorts gibt es zwar Bestrebungen, den straßengebundenen Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken und attraktiver zu gestalten, mit dem Ziel, den Menschen dadurch der Umstieg in den Bus zu erleichtern. Schlagwörter, wie „Qualitätsoffensive im ÖPNV“ und „neue Mobilitätskonzepte“ sind in aller Munde. Des Weiteren treten akute Engpässen in der gesamten Logistikbranche auf - der Fahrermangel hat gravierende Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft und die Gesellschaft. Eine Wahrnehmung bei der Politik für dieses Problem wird in der Branche jedoch vermisst.

Die Verkehrsunternehmerinnen- und Unternehmern verlangen daher dringend Unterstützung von der Politik bei der Suche nach Lösungen für das Problem Fahrermangel und bei der Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Gewinnung von Kraftfahrern.

Es wird konkret gefordert, dass der Kraftfahrerberuf als Mangelberuf anerkannt wird und dass Fahrern aus Drittstaaten der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erleichtert wird. In diesem Zusammenhang sprachen sich die Teilnehmer auch für die Öffnung der Prüfungen zur sog. beschleunigten Grundqualifikation und zur Grundqualifikation für andere Sprachen aus. Beide Prüfungen können aktuell bei den IHKn ausschließlich in deutscher Sprache abgelegt werden. Bedauerlicherweise stehen die IHKn einer Öffnung für weitere Sprachen ablehnend gegenüber. Im Kampf gegen den Mangel an Kraftfahrern ist eine Öffnung der Fahrerprüfungen in mehreren Sprachen aber ein wichtiger Baustein – dies müsse nun endlich auch bei den Kammern ankommen, so der einheitliche Tenor der anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer.

 

 

 

 

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