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Mehrbelastung der deutschen Transportwirtschaft ab 2021 durch Emissionshandel

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Die für Deutschland geplante Einführung eines Emissionshandels für den Bereich Verkehr wird nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Dachverbands für Logistik - MOLO zu einer Erhöhung der Dieselkraftstoffpreise ab 2021 führen.

Der BGL habe die Mehrbelastung durch eine Dieselkraftstoff-Preiserhöhung für 2021 mit etwa 6,3 Cent pro Liter berechnet. Bis zum Jahr 2026 würde der Preis pro Liter Dieselkraftstoff sogar auf 16,3 Cent ansteigen. Bei einem Verbrauch von 32 Litern pro km und einer Jahresfahrleistung von 100.000 km entstünden den deutschen Transport- und Logistikunternehmen hieraus jährliche Mehrkosten von rund 2.000 Euro im Jahr 2021 ansteigend bis ca. 5.200 Euro im Jahr 2026.

Gemeinsam mit dem Bundesverband, BGL und den Schwesterverbänden in den anderen Bundesländern wird sich MOLO e.V. deshalb dafür einsetzen, dass für diese Mehrbelastung für die deutschen Transport- und Logistikunternehmen eine Kompensation, zum Beispiel durch ein separates Förderprogramm oder andere Verrechnungsmodelle, geschaffen wird.

„Durch höhere Dieselkraftstoffpreise im nächsten Jahr werden sich die Wettbewerbsnachteile für deutsche Transport- und Logistikunternehmen noch einmal deutlich verschärfen“, so Heiko Nagel, Geschäftsführer von MOLO e.V. Weniger belastende Alternativen seinen denkbar. „Wir könnten uns beispielsweise eine kilometerabhängige CO2¬Bepreisung über die Maut vorstellen“, zeigt sein Geschäftsführerkollege Guido Borning einen anderen Ansatz auf.

 

 

MOLO – Mobilität & Logistik Rheinland-Pfalz e.V. ist der Dachverband der rheinland-pfälzischen Verkehrs-, Transport- und Logistikbranche. Der Dachverband bündelt die Interessen der beiden Mitgliederverbände VDV Rheinland e.V. und VVRP Rheinhessen-Pfalz e.V., die wiederum ca. 1400 Unternehmen aus den Bereichen Güterkraftverkehr, Möbeltransport, Kraftomnibusverkehr und Taxi-Mietwagenverkehr vertreten.

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